Manly hat einen Strand, den jeder kennt, und ein halbes Dutzend Salzwasserbecken, die fast niemand fotografiert. Sie sind kostenlos, sie sind offen, und im Winter ist das Schwimmen dort das beste in Sydney — bei Sonnenaufgang spiegelglatt, leicht dampfend und so leer, dass man eine Bahn für sich allein hat.
Hier sind alle sechs, in der Reihenfolge, in der man sie ablaufen würde. Weniger Text, mehr Bilder. Das Praktische — Wassertemperaturen, Ausrüstung, die berühmte Strecke von South Steyne nach Shelly — steht in Schwimmen in Manly, lies beides zusammen.
Die Kurzfassung. Kleinkinder → Little Manly Cove. Erstes Schnorcheln → Shelly und Cabbage Tree Bay. Das Postkartenbad → Fairy Bower. Bahnen in echtem Meerwasser → Queenscliff. Ruhiger Hafen mit Aussicht → Fairlight. Und noch eines, ganz leise → Delwood.
Fairy Bower Sea Pool


Ideal für das Bad, das man fotografiert. Klein, flach und dem Fels nachgeformt, mit Helen Leetes Sea Nymphs, die am Ostende aus dem Wasser ragen — das wiedererkennbarste Motiv in Manly, das nicht der Strand selbst ist.
Wasser und Gezeiten Bei mittlerer bis hoher Tide hingehen. Bei Niedrigwasser bleibt kniehohes, algiges Wasser. Die Dünung schwappt direkt über die Mauer — das ist der Reiz und die Gefahr zugleich.
Anfahrt Zehn Minuten über den Cabbage-Tree-Bay-Steg ab South Steyne. Keine Parkplätze — zu Fuß.
Tipp von hier Das Becken liegt nach Osten. Entweder zum Sonnenaufgang kommen oder die Kamera gleich zu Hause lassen.
Queenscliff Rock Pool
Ideal für echtes Bahnenschwimmen in echtem Meerwasser. Das schmuckloseste Becken in Manly und das nützlichste — lang, gerade und am hinteren Ende tief genug, um richtig zu schwimmen.
Wasser und Gezeiten Das exponierteste der sechs. Bei großer Dünung brechen die Sets über die Mauer und das Becken wird zur Waschmaschine; an einem flachen Tag findet man hier die ruhigste Bahn.
Anfahrt Nordende von Manly Beach, unterhalb der Landzunge. Der Bus 139 hält an der Pittwater Road, oder man geht die Promenade vom Corso in etwa zwanzig Minuten ab.
Tipp von hier Vor dem Fußmarsch die Dünung prüfen.
Fairlight Rock Pool





Ideal für Familien, unsichere Schwimmer und alle, die die Aussicht ohne Brandung wollen. Hafenseitig, also überhaupt keine Dünung — nur ruhiges grünes Wasser und die Klippen in der Ferne.
Wasser und Gezeiten Füllt und leert sich mit der Tide. Bei Hochwasser tief und klar; bei Niedrigwasser bleibt ein breites Betonplateau mit warmem flachem Wasser — Kleinkinder lieben es, Bahnenschwimmer nicht.
Anfahrt Fünfzehn Minuten westwärts vom Fährhafen über den Manly Scenic Walkway, oder an der Lauderdale Avenue parken.
Tipp von hier Die Fähren fahren dicht vorbei. Eine Bahn so timen, dass die Freshwater vorbeizieht.
Little Manly Cove




Ideal für Kleinkinder und Erwachsene, die genug von Wellen haben. Eingenetzt, flach, an drei Seiten geschützt, mit Spielplatz, Wiese und Kiosk direkt hinter dem Sand — die ganze Bucht ist etwa vierzig Meter breit.
Wasser und Gezeiten Bei jeder Tide ruhig. Hafenwasser, also im Frühling früher warm als die Meerwasserbecken und bis in den Herbst hinein wärmer.
Anfahrt Zehn Minuten zu Fuß südwärts vom Manly Wharf um Little Manly Point herum.
Tipp von hier Der Nordwind am Nachmittag macht Kabbelwasser. Morgens ist es spiegelglatt.
Cabbage Tree Bay & Shelly Beach





Ideal für das erste Schnorcheln. Kein gebautes Becken, aber die Einheimischen zählen es mit — die ganze Bucht ist ein Schutzgebiet ohne Entnahme, weshalb dort Blue Groper von der Größe eines Labradors zwei Meter vom Sand entfernt stehen.
Wasser und Gezeiten Nach Westen gerichtet und hinter der Landzunge geschützt, also verschont von der Süddünung, die alles andere dichtmacht. Am klarsten bei kleiner, sauberer Dünung nach ein paar trockenen Tagen.
Anfahrt Am Ende des Cabbage-Tree-Bay-Stegs, zwanzig Minuten vom Fährhafen.
Tipp von hier Alles über die Fische steht in Schnorcheln mit Blue Gropern.
Delwood Beach



Ideal für das Bad, von dem man niemandem erzählt. Ein schmaler Hafenstrand zwischen Fairlight und Manly Cove, an dem die meisten Besucher auf dem Scenic Walkway achtlos vorbeigehen.
Wasser und Gezeiten Sehr flach und sehr ruhig. Bei Hochwasser reicht es gerade zum Schwimmen; bei Niedrigwasser ist es eher ein Strand zum Stöbern in Felstümpeln als zum Schwimmen.
Anfahrt Am Manly Scenic Walkway, etwa acht Minuten westlich der Manly Cove. Vom Weg führen Stufen hinunter.
Tipp von hier Bei Hochwasser hingehen, sonst fragt man sich, worum es hier eigentlich geht.
Bevor es losgeht
Die Wassertemperaturen schwanken von etwa 17 °C im August bis 23 °C im Februar — im Guide zu Wetter und Wassertemperaturen in Manly stehen die Werte Monat für Monat. Außer bei Little Manly zählt an jedem Becken dieser Liste die Tide mehr als die Wettervorhersage.
Ein paar ungeschriebene Regeln: Die Becken sind geteilt, also zur Seite schwimmen, wenn jemand Bahnen zieht; nicht auf der Mauer stehen, wenn ein Set kommt; und den mitgebrachten Müll wieder mitnehmen. Die Cabbage Tree Bay ist Schutzgebiet ohne Entnahme — nichts kommt aus dem Wasser heraus, auch keine Muscheln.
Mit Kindern unterwegs? Die eingenetzte, flache Version dieser Liste steht in Manly mit Kindern.
Bildnachweise
Alle Fotos stammen von Wikimedia Commons und werden unter einer Creative-Commons- oder CC0-Lizenz verwendet. In der Reihenfolge des Erscheinens:
- Fairy Bower — Hardlinerr (CC BY-SA 4.0); Wittylama (CC BY-SA 4.0) ×2; J Bar (CC BY-SA 3.0); Photographic Collection from Australia (CC BY 2.0)
- Fairlight — Hardlinerr (CC0); eyeintim (CC BY 2.0) ×3; Karl Bauer (CC BY-SA 3.0)
- Little Manly — Collywolly (CC BY-SA 4.0) ×4
- Shelly Beach & Cabbage Tree Bay — Hardlinerr (CC BY-SA 4.0); Wittylama (CC BY-SA 4.0); Lachlan Macnaughtan (CC BY-SA 4.0); Nick-D (CC BY-SA 4.0); Margaret Donald (CC BY-SA 4.0); J Bar (CC BY-SA 3.0)
- Delwood — Hardlinerr (CC BY-SA 4.0); Sardaka (CC BY-SA 4.0) ×2



