Manly ist einer dieser Orte, an denen man ein ganzes Wochenende lang nichts tun kann und sich trotzdem klug dabei fühlt. Der Trick: erkennen, was wirklich Zeit wert ist, und was nur ein Souvenirshop im Neoprenanzug ist. Hier sind 21 Dinge, die die Reise lohnen — grob sortiert von „offensichtlich" bis „du wirst dich wie ein Local fühlen, weil du das weißt".
1. Mit der Manly Ferry ab Circular Quay fahren
Die besten 5 Dollar in Sydney. Dreißig Minuten, Opernhaus auf der einen Seite, Harbour Bridge auf der anderen, und ein Boot der Freshwater-Klasse, das das seit den 80ern macht. Oben sitzen, Backbord auf der Hinfahrt. Nicht die Fast Ferry — schneller, kleiner, moralisch unterlegen.
2. In der Cabbage Tree Bay bei Shelly Beach schnorcheln
Schutzzone, zehn Minuten südlich vom Wharf. Blue Groper in der Größe kleiner Hunde, Oktopusse, die sich für Felsen halten, mit Glück eine Schildkröte oder ein extrem entspannter Grey Nurse Shark. Maske mitbringen oder im Dive Centre Manly leihen.
3. Surfstunde bei der Manly Surf School
Lehrt Anfänger seit 1995. Der Lineup an South Steyne ist gnädiger als das südliche Bondi. Zwei Stunden, Brett und Wetsuit inklusive, du stehst mindestens einmal auf. Sonst werden wenigstens die Fotos lustig.
4. Den Manly Scenic Walkway zur Spit Bridge gehen
Zehn Kilometer Buschland, Sandstein, versteckte Buchten und Wasserdrachen, die wie kleine Ranger auf dem Weg in der Sonne liegen. Halbtags, Endpunkt mit B-Line-Bus zurück. Wasser mitnehmen.
5. Die Bower-zu-Manly-Schleife über North Head
Hoch über Fairy Bower, durch den Sydney Harbour National Park, zurück durchs North Head Sanctuary. Etwa 8 km, nach dem ersten Kilometer leer.
6. Pizza am Hafen bei Hugos Manly
Pizza erstklassig, Aperol korrekt bitter, die Aussicht erledigt unverhältnismäßig viel. Sonnenuntergangs-Tisch reservieren oder Schicksal an der Bar annehmen.
7. Sonntagssession bei Felons Manly
Brisbanes Brauerei unter der Brücke ist auf dem Wharf gelandet — eine riesige Beach-Bierhalle, die ihre eigenen Lagerbiere wenige Meter vom Sand entfernt zapft. Ein Crisp Lager, eine Holzofen-Pizza und ein Platz auf dem Deck, bevor der 13-Uhr-Ansturm einsetzt.
8. Ein Drink im The Steyne
Der klassische Beachfront-Pub von Manly, direkt gegenüber dem Sand an der South Steyne. Mehrere Bars auf mehreren Ebenen, entspanntes Publikum und Logenplatz mit Blick auf den Strand. Gut für ein Bier am Nachmittag nach dem Schwimmen oder einen späten Drink, wenn die Sonne weg ist.
9. Vietnamesisch gegenüber dem Fähranleger bei Vietnam Why Not
Familiengeführtes Lokal an der West Esplanade, dreißig Sekunden Fußweg vom Wharf. Bestellt Pho, Bánh Xèo (knuspriger Pfannkuchen) und Zitronengras-Hühnchen. Ehrlich, großzügig und genau dort, wo man es nach einem Tag auf dem Wasser braucht.
10. Mexikanisch am Corso im Chica Bonita
Kleiner Raum, große Margaritas, Carnitas-Tacos, die jede andere Taco-Erfahrung eine Woche lang ruinieren. Nur Walk-in. Früh oder spät kommen.
11. Sardischer Luxus bei Pilu at Freshwater
Zwanzig Minuten an der Küste nach Norden, in einem denkmalgeschützten Häuschen auf einem Headland. Eines der besten Regional-Italiener Sydneys. Spanferkel hat schon Heiratsanträge ausgelöst.
12. Tap Room bei 4 Pines Brewing Co.
Manlys eigene Brauerei direkt am Wharf. Pale ist offensichtlich, Hefeweizen ist klug. Den Unterschied erklärt das Personal sowieso.
13. Kaffee bei Barefoot Coffee Traders
Ein Walk-up-Fenster auf der Whistler Street, klein wie eine Telefonzelle, einer der besten Espressos im Postleitzahlbereich. Bestelle einen Magic. Frag nicht, was ein Magic ist — das ist der Sinn.
14. Glutenfreies Gebäck bei Wholegreen Bakery
Eine richtige glutenfreie Bäckerei mit Café am Corso, nach jahrelangen Wünschen endlich in Manly. Sauerteig, Baguettes, Zitronen-Baiser-Tartes — alles glutenfrei, ohne Kompromisse. Am Wochenende ab 7 Uhr geöffnet.
15. Geistertour in der Q Station, North Head
Sydneys alte Quarantänestation, heute Hotel und Nationalpark. Nachts mit Fackel durch Desinfektionshaus und Leichenhalle. Entweder Gänsehaut oder ein Crashkurs zur Cholera des 19. Jahrhunderts. Beides ein Gewinn.
16. Whale Watching mit Manly Ocean Adventures (Mai–November)
Buckelwale ziehen zweimal jährlich an North Head vorbei. Manly Ocean Adventures wird von einem Einheimischen betrieben und fährt mit Sydneys schnellstem Whale-Watching-Boot direkt vom Manly Wharf raus. Kleine Gruppe, so nah, dass man fast ein schlechtes Gewissen kriegt.
17. Eco-Schnorcheltour mit EcoTreasures
Geführter Tauchgang in der Cabbage Tree Bay mit jemandem, der jeden Blue Groper persönlich kennt. Doppelt so viel Fauna wie alleine.
18. SUP oder Kajak beim Manly Kayak Centre
Vom Hafenstrand rüber nach Store Beach, einer winzigen Bucht, nur per Wasser erreichbar. Picknick mitnehmen. Wein lieber nicht — die Ranger erkennen ein Picknick aus einem Kilometer.
19. Manly Art Gallery & Museum
Klein, kostenlos, überraschend gut. Stark in australischer Druckgrafik und Sozialgeschichte der Strandkultur. Der Vintage-Badeanzug-Raum macht Lycra dankbar.
20. Manly Markets am Corso (Wochenenden)
Samstags Kunst & Handwerk, sonntags Essen & Produkte. Meist nett, gelegentlich großartig, immer ein Grund für einen Donut.
21. Mit der Sundown-Fähre zurück
Du bist mit der Fähre gekommen. Fahr mit der Fähre zurück. Eine, die in den letzten 40 Minuten Tageslicht ablegt — du kommst in Circular Quay an, wenn die Stadt anschaltet. Diesmal Steuerbord. Das ist der Teil, der bleibt.
Eine sinnvolle Reihenfolge
Großer Tag: 9 Uhr Fähre (#1), 10:30 Shelly schnorcheln (#2), Bower-Loop bis Mittag (#5), 13:30 Hugos (#6), nachmittags 4 Pines (#12), Sundown-Fähre (#21). Spit-Walk und Pilu-Lunch für den zweiten Besuch. Den wird es geben.
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